Wundversorgung aus dem 3D-Drucker

Im medizinischen Bereich ist die 3D-Drucktechnik sehr begehrt, weil viele neue Behandlungsmöglichkeiten erschlossen werden, die zuvor undenkbar waren. Auch im Hinblick auf die Wundheilung können viele Bereiche besser versorgt und überwacht werden. Mit einem 3D-Drucker können auch Bandagen hergestellt werden, die Wunden in vielen Erscheinungsformen versorgen können. Die neuen Bandagen, die vom 3D-Drucker hergestellt werden, sind mit innovativer Elektronik bestückt, die auf einem Gazestreifen befestigt ist. So kann eine bessere Wundheilung garantiert werden. Es gibt fortan auch zur Wundversorgung im medizinischen Bereich Innovationen. Die Wundversorgung erfolgt mit Nanocellulose und Elektronik, wobei die Elektronik den Fortschritt der Wundheilung misst und überwacht. Erreicht wird die Messung dadurch, dass die Elektronik den Fortgang der Hautzellenerneuerung misst. Dies eröffnet vollkommen neue Nutzungswege in der Wundheilungsmöglichkeit. So haben finnische Forscher vom VTT Technical Research Centre 3D-Druckmaterialien entwickelt, die eine bessere Versorgung von Wunden bei der Arbeit im Krankenhaus bieten.

Der Bild von VTT

Inwieweit verbessert die 3D-Druck-Bandage die Wundheilung?

Die Bandage aus dem 3D-Druck gewährleistet, dass die Wunde im Heilungsprozess flexibel und beweglich bleibt. Dies vermindert das Narbenrisiko erheblich und kommt letztlich auch dem Patienten zugute. Erreicht wird diese Beweglichkeit durch eingesetzte Cellulose. Nanocellulose absorbiert Flüssigkeiten sehr effizient im Vergleich zu gängigen Verbandsmaterialien. Auch ein häufiger Verbandwechsel konnte diese Effizienz vergleichsweise nicht annähernd bieten. Mit den neuen Bandagen wird die Heilungszeit erheblich verkürzt. Dies ist zum Vorteil des Patienten.

Welche Vorteile bietet sie im Vergleich zu konventionellen Methoden?

Aber auch ein weiterer Aspekt macht die neuen Bandagen sehr interessant. Während des Heilungsprozesses misst die Elektronik schnurlos die Temperatur und die Bioimpedanz der Wunde. Übertragen werden die Daten an einen Krankenhaus-PC. Theoretisch können die Daten auch weltweit übertragen werden. So können die Daten rund um die Uhr ausgewertet werden. Bei Komplikationen oder Infektionen gibt es eine Alarmbenachrichtigung. Hierdurch kann ein Arzt schnell eingreifen und schlimmeres verhindern. Für den Patienten ist diese Bandage eine gelungene Innovation, die ihm im Vergleich zu vorher eine höhere Sicherheit in der Wundheilung bietet.

Und unter Kostengesichtspunkten lässt sich die Bandage schnell und günstig produzieren, was sie überaus attraktiv macht. Derartige medizinische Versorgung kann auch benachteiligten Ländern verfügbar gemacht werden. Theoretisch ist die Datenübertragung auch ausdehnbar. Menschen, die auf dem Land leben, könnten in der Wundheilungsversorgung somit auch rund um die Uhr überwacht werden, was einen erheblichen Vorteil für die Patienten bietet.