Wie funktioniert das Polyjetverfahren?

Das Polyjetverfahren ist eine Art und Weise ein 3D-Modell auszudrucken. Einigen wird das Polyjetverfahren als Multi-Jet-Modeling kurz MJM bekannt sein.

Ein Druckkopf verteilt kleine Tropfen auf einer Plattform. Bei den Tröpfchen handelt es sich um ein Photopolymer. Ist das Tröpfchen auf der Plattform gelandet, wird es mit UV-Licht ausgehärtet. Dann fährt die Plattform genauso weit herunter, wie die Schicht dick ist. Nun kann die nächste Schicht aufgetragen werden. Dies wird so lange wiederholt bis das 3D-Objekt fertig ist.

Die Vorteile des Polyjetverfahrens

Ein Vorteil ist die Schichtdicke von 16 – 32 Mikrometer. Damit man eine Vorstellung davon hat, wie wenig ein Mikrometer ist, ein Millimeter hat 1.000 Mikrometer. Durch die feinen Schichten können Details extrem genau dargestellt werden. Die Oberfläche gleicht der von Spritzguss. Obwohl es in Schichten produziert wird, sind nur mit dem Auge keine Schichten an der Oberfläche erkennbar. Ein großer Vorteil ist die Möglichkeit verschiedene Materialien zu verwenden. So kann ein Modell entstehen, dass feste Teile hat und Bereiche, die wie Gummi sind. Sie könnten sogar verschiedene Materialien während des Druckes mischen und auf diesem Weg komplett neue Eigenschaften entdecken. Diese so entstandenen Materialien nennt man digitale Materialien. Ein farblicher Ausdruck ist problemlos möglich.

Hat ein 3D-Modell Überhänge sind Stützkonstruktionen notwendig. Diese Stützen müssen zuerst produziert werden, was Zeit und Material kostet und später müssen sie entfernt werden. Das Nacharbeiten nimmt wieder Zeit in Anspruch. Das Polyjetverfahren ist zeitaufwendig und kostenintensiv.

Polyjetverfahren für Prototypen

Bei dem Polyjetverfahren gibt es eine hohe Detailauflösung, gute Eigenschaften der Oberflächen und es können unterschiedliche Materialien verwendet werden, was perfekt ist, um einen Prototypen zu erstellen. Ein solcher Prototyp ist dem späteren Serienprodukt bereits sehr ähnlich. Die gleichen Eigenschaften sind ebenfalls perfekt, um Urformen herzustellen. Auch in der Schmuckindustrie ist das Polyjetverfahren extrem beliebt, da es viele Details, selbst feinste Details perfekt darstellt.

Zur Verwendung kommende Materialien:

Die Geschichte des Polyjetverfahrens

Die Firma Objekt hat das Polyjetverfahren entwickelt. Die Firma wurde im Jahr 1998 gegründet. Im Jahr 2012 brachte die Firma den ersten 3D-Drucker auf den Markt der über 100 kombinierbare Materialien arbeiten konnte. Die Firma hat in dem Zusammenhang über 50 Patente angemeldet. Obwohl es einige Änderungen in den Besitzverhältnissen der Firma gab, gibt es immer noch eine 3D-Drucker-Modellreihe, die den Namen Objekt beinhaltet.