Neue Druckmaterialien für Roboter aus dem 3D-Drucker

Durch die Verwendung neuer Druckmaterialien ist es möglich, eine hautähnliche Struktur mittels des 3D-Druckers herzustellen, was die Produktion von muskelähnlichen Bereichen inkludiert. Hierzu wurde ein Roboter gebaut, der eine 3D-gedruckte sensitive Haut besitzt. Die Materialien sind Luvosint und Luvocom 3F. Hierdurch ist erreicht worden, lebensechte Roboter zu bauen. Auch synthetische Muskeln sind bereits gedruckt worden, mit denen Bewegungen möglich sind, die einem natürlichen Muskel entsprechen. Diese Funktionstüchtigkeit wird bei einem Roboter benötigt, in dem keine starren Bewegungsabläufe benötigt werden, sondern natürliche Bewegungsabläufe erforderlich sind.

Dieser Durchbruch in der sogenannten Softrobotik gelang Wissenschaftlern an der Columbia University in der School of Engineering.

Gerade in Bereichen, wo sensiblen Motorikansprüchen gedient werden muss, ist mit diesem Forschungsdurchbruch ein sehr großer Dienst erwiesen worden. Bestimmte Produktionsvorgänge erfordern überaus weiche Bewegungsabläufe, die starre und ruckartige Roboterbewegungen nicht bedienen können. Mit dem neuen Material können Dehnungsenergiedichten erreicht werden, die um das fünfzehnfache größer sind, als die Möglichkeiten menschlicher Muskeln. Gleichzeitig können Gewichte gehoben werden, die das Tausendfache des eigenen Gewichts betragen.

Enorme Vorteile der neuen Muskelroboter

Viele Bereiche könnten somit automatisiert werden, die bisher nur von Menschen vorgenommen werden konnten, allerdings nicht mit dieser ausgereiften Präzision. Die weichen Bewegungsabläufe, die analog zum menschlichen Tun ermöglicht werden, eröffnen in der Produktion, Herstellung und auch in der Dienstleistung vollkommen neue Horizonte, die bisher unerreichbar schienen. Gleichzeitig verringern sich die Kosten für Produkte oder Dienstleistungen. So können zahlreiche Tätigkeiten auf Roboter ausgelagert werden, die ein noch präziseres und besseres Arbeitsergebnis in überaus kurzer Zeit bewältigen können.

Dies kommt wiederum dem Endnutzer erheblich zugute, der vom Preisvorteil, der zu einem Preissturz führt, profitiert. Er erhält dieselbe Leistung zu einem wesentlich günstigeren Preis. Viele Menschen können in den Genuss von Gütern kommen, die sie sich zuvor vielleicht nicht leisten konnten. Auch für den Menschen sehr gefährliche Produktionsbereiche könnten auf Roboter verlagert werden, wo die Kraft und die Sensibilität in den Ausführungstätigkeiten erforderlich sind. Gerade die hohe Sensibilität der Bewegungsabläufe macht den Fortschritt mit dem besonderen Material so interessant. Im Hinblick auf die Muskeltätigkeit wird somit die Leistungsfähigkeit des Menschen um ein Vielfaches weit überschritten.