MIT forscht im Bereich 3D-Drucker

Antriebe können ebenfalls mittels einer 3D-Drucktechnik hergestellt werden. Dabei gibt es kaum noch Unterschiede, um welche Antriebsart es sich handelt. Schnell und kostengünstig können Antriebe mit dem 3D-Drucker hergestellt werden. Forschern vom MIT Rocket Team im Massachusetts Institute of Technology ist es gelungen, mittels eines 3D-Druckers einen Raketenantrieb herzustellen. Hergestellt wurde der Antrieb mit einem Markforged Mark Two Desktop 3D-Drucker. Der Antrieb ist voll funktionsfähig und kann genutzt werden. Als Druckmaterial wurde ein Nylonfilament verwendet. Dieses wurde mit Carbonfasern versehen. Im Ergebnis ist das Material sehr fest und überaus hitzebeständig. Es lässt sich wie gewohnt nutzen und die Testversuche waren alle positiv.

Auch andere Raketenteile lassen sich überaus kostengünstig mittels eines 3D-Druckers herstellen. Diese können wie gängige Raketenteile verbaut werden und bieten denselben Nutzen wie herkömmliche Bauteile. Was zuvor im Hinblick auf Metallmaterialien nicht möglich war, ist nunmehr gelungen. Auch Metallmaterialien lassen sich für den 3D-Druck nutzen und nutzbar machen. Die Druckobjekte entsprechend er gleichen Qualität, wie zuvor industriell gefertigte Produkte.

Faltbare Druckobjekte für eine perfekte Dreidimensionalität

Aber auch die nicht exakt vorhandene Dreidimensionalität beim Drucken kann in vielen Fällen perfekt überwunden werden. So werden gleichzeitig Drucktechniken entwickelt, die sich nach dem Drucken in dreidimensionale Objekte entfalten, anstatt beim Auskühlen zu schrumpfen. Dies erleichtert viele Produktionsverfahren, weil mitunter keine Einzelteile mehr zusammengefügt werden müssen, um ein dreidimensionales Objekt zu erhalten. Dies ist insbesondere vorteilhaft, wenn das Endprodukt eine sehr kleine Größe hat.

Praktisch an der Verfahrensweise ist, dass sich das gedruckte Objekt vollkommen selbständig entfaltet.

Innovativ an dieser Druckform ist, dass sich Materialien nach dem Druck üblicherweise erst zusammenziehen während sie aushärten. Die Entfaltungsvariante ist neu und bringt in vielen Produktionsbereichen erhebliche Vorteile. Ist der Druck beendet, faltet sich das Objekt automatisch auseinander und härtet aus. Danach kann das gedruckte Objekt sofort bestimmungsgemäß genutzt werden. Für den Faltvorgang sind keine weiteren Arbeitsschritte oder Zugaben anderer Mittel erforderlich. Der Entfaltungsvorgang vollzieht sich vollkommen selbständig und zeitnah, sodass das Endprodukt sofort genutzt werden kann.
Dies bringt gerade im Rahmen der Industrie sehr viele Vorteile mit sich. Zum einen ist der 3D-Druck ein günstiges Produktionsverfahren und zum anderen bringt es grundsätzlich einen Zeitvorteil, weil das fertige Endprodukt schneller verfügbar ist.