Lichtdurchlässige und multifunktionale Fassade aus dem 3D-Drucker

Auch und insbesondere im Bauwesen hat der Fortschritt durch die 3D-Technik Einzug gehalten. Hier werden mittlerweile ganze Bauten über einen 3D-Druck hergestellt. Diese sind vorzugsweise aus Beton. Aber auch andere und innovative Materialien sind auf dem Vormarsch im Hinblick auf die 3D-Produktion.

Optisch interessant und sehr praktisch ist ein Fassadenbau aus dem 3D-Drucker mit einer neuartigen Materialkonzeption. Hierbei wird eine Fassadenstruktur geschaffen, die ohne Fenster auskommt, um eine Lichtdurchlässigkeit im Gebäude zu schaffen. Die 3D-Drucker-Fassade kann Glaspaläste ablösen, die ausschließlich aus Glas bestehen. Die neuen Strukturen überlagern sich gegenseitig und bieten eine Wasserwellenoptik und ist auch unterschiedlich stark. Genannt wird die Fassade Fluid Morphology. Hergestellt und entwickelt wurde die Fassade von Architekten von der TUM, der Technischen Universität München. Sie wirkt sehr futuristisch und bietet alle Vorteile, die klassische und herkömmliche Bauweisen bieten. Allerdings ist die Produktion schneller möglich und die Kosten sind vergleichsweise geringer.

Interessante Vorteile der neuen Fassade aus dem 3D-Drucker

Neben der Lichtdurchlässigkeit bietet diese Fassade darüber hinaus eine enorme Stabilität und Robustheit. Von der Innenseite des Gebäudes kann eine Klimatisierung inklusive einer Lüftung eingebaut werden. Gleichzeitig können Verschattungen konzipiert werden, weil Materialwölbungen Schatten spenden. Durch die Materialkonzeption können die Jahreszeiten perfekt genutzt werden. So kann die Fassade für den Sommer derart gebaut werden, dass keine Hitze eindringt. Gleichzeitig kann die Fassade so konstruiert werden, dass auch im Winter eine ausreichende Helligkeit im Gebäude vorherrscht. Dabei ist der Bau mit diesem neuen Baumaterial überaus energieeffizient. Eine zusätzliche Wärmedämmung ist bei diesen Gebäuden vollends überflüssig.

Gebäude, die nicht auf Fenster angewiesen sind, allerdings eine natürliche Helligkeit bevorzugen, wie beispielsweise Museen, Veranstaltungshallen oder auch Einkaufszentren, eigenen sich sehr für diese Materialvariante. Auch Bibliotheken und Archive, die auf Fenster verzichten möchten, aber eine ausreichende natürliche Helligkeit im Raum haben möchten, können von dieser Bauweise profitieren. So lassen sich alle Wände perfekt nutzen und der Raum kann vom Platzbedarf vollends verwendet werden.

Der 3D-Druck mit Betonteilen

Wer gern mit Beton bauen möchte, dem könnten sich zukünftig innerhalb von kurzer Zeitdauer neue Perspektiven eröffnen. Denn auch ein Betonbau aus dem 3D-Drucker ist möglich. Hierbei erhalten die Gebäude Fenster und Türen, eine Isolierung und einen Boden. Der Vorteil dieser 3D-Druckbauweise ist der günstige Preis. Derartige Rohbauten kosten einen Bruchteil von bisherigen Angeboten und sind für den Hausbau sehr interessant. Die Häuser werden hierbei in einem Stück gefertigt und sind an einem Tag errichtet. Das gesamte Verfahren vollzieht sich beinahe noch schneller als beim klassischen Fertigbau. Darüber hinaus ist der Kostenpunkt für einen 3D-Bau unschlagbar. Es wird direkt vor Ort gebaut und es müssen keine Teile transportiert werden. Der Zeit- und Geldvorteil bei dieser Bauweise ist enorm. Hierdurch könnten sich noch mehr Menschen den Traum vom eigenen Haus in kurzer Zeit erfüllen, denen vielleicht unter üblichen Umständen ein eigener Hausbau verwehrt würde. Erste Bauten gibt es bereits in China und in den USA.