3D-Polymergipsdruck

3D-Druck ist eine tolle Sache. Drucken kennt wohl jeder. Ein 3D-Druck funktioniert ganz ähnlich. Es wird nicht Farbe auf Papier gebracht, sondern Schichten eines bestimmten Materials werden quasi gestapelt und halten dank eines Binders aufeinander. Es entstehen wunderbare Objekte. 3D bedeutet, dass diese Objekte eine bestimmte Breite, eine bestimmte Höhe und auch eine gewisse Tiefe haben. Natürlich muss ein Programm für einen 3D-Drucker wesentlich mehr leisten, als ein herkömmlicher Drucker.

Den 3D-Polymergipsdruck nutzt man in der Architektur, indem man Häuser im Kleinformat darstellen kann. In der Innenarchitektur kann man Möbel ausdrucken und dem Kunden so das neue Design veranschaulichen. Auch im Messebau, im Hobbymodellbau, in der Medizin und in einigen anderen Gebieten ist der 3D-Polymergipsdruck extrem hilfreich.

Wie funktioniert ein 3D-Polymergipsdrucker?

In der Regel ist ein 3D-Drucker mit einem geschlossenen Arbeitsraum ausgestattet. Hier verteilt eine Walze gipsartiges Pulver in extrem feinen Schichten. Zuerst kommt die Schicht Pulver. Dann bringen Tintenstrahldruckköpfe einen Farbbinder auf das Pulver auf. Das Pulver und der Farbbinder vermischen sich und härten aus. Dann wird die Arbeitsplatte um 0,1 mm gesenkt und die nächste Schicht kann aufgetragen werden. Dabei können feine Details dargestellt werden. Ein paar Stunden und ein wundervolles Modell ist fertig.

Ist der Drucker fertig, wird zuerst mit einem Pinsel das überschüssige Pulver vorsichtig entfernt, beispielsweise abgesaugt. Jetzt kann das Modell auf scharfe Kanten untersucht werden, welche dann noch abgefeilt werden sollten. Man möchte sich ja nicht am Modell verletzen. Nun geht es in eine Absauganlage und das Modell wird gründlich von allem überschüssigen Pulver befreit.

Vorteile des Polymergipses

Mit dem Gips können 3D-Modelle gleich in Farbe produziert werden und müssen nicht im Anschluss noch eingefärbt werden. Die 3D-Modelle aus Polymergips punkten mit einer lebensechten Farbdarstellung, sind kostengünstig herzustellen, bieten eine hohe Detailtreue, sind schnell hergestellt und bieten viele Einsatzgebiete. 3D-Modelle aus Polymergips benötigen eine Wandstärke von mindestens zwei Millimetern und haben eine Detailgenauigkeit von bis zu vier Millimetern. Dadurch entstehen beeindruckend genaue 3D-Modelle. Ein Nachteil ist, dass die 3D-Modelle aus Polymergips leicht zerbrechlich sind.