3D-Druck für Entwicklungsländer

Innovative Technik ist keine Spielerei. Sinnvoll angewendet, bietet sie zahlreichen Menschen Hilfe in schwierigen Lebenslagen und auch Erleichterung im Alltag. Dies wurde auch und gerade in der Medizin erkannt. Hier arbeiten die Herstellungs- und Forschungsbereiche unter Hochdruck, um möglichst vielen Menschen helfen zu können. Produziert werden mittlerweile unterschiedliche medizinische Produkte. Der 3D-Druck ist hierbei sehr lukrativ. Der Materialeinsatz ist sehr gering und überaus kostengünstig. Dabei ist die Gestaltungsfreiheit beim Drucken beinahe grenzenlos.

So kann mittels 3D-Drucktechniken eine Milchpumpe hergestellt werden, die Frauen in Krisen- und Entwicklungsländern sehr helfen. Immerhin lassen sich die Milchpumpen überaus schnell und vor allem unter Kostengesichtspunkten günstig produzieren. Viele unterschiedliche Materialien können bei der Drucktechnik eingesetzt werden. Hiervon profitieren die Frauen in schwierigen Lebenslagen, die andernfalls schon aus Kostengründen keine medizinische Unterstützung in dieser Form erhalten könnten.

Medizinische Unterstützung für benachteiligte Länder der Erde aus dem 3D-Drucker

Die technische Entwicklung der 3D-Druckverfahren macht allerdings nicht bei der Milchpumpe für Frauen halt. Vielmehr sind auch weitere medizinische Produkte mit dem 3D-Drucker herstellbar. Hierzu zählen beispielsweise Fingerschienen, Halskrausen oder auch Nabelschnurklemmen. Sogar medizinische Apparaturen, wie beispielsweise ein Stethoskop, sind über ein 3D-Druckverfahren herstellbar. Das Stethoskop bietet exakt dieselbe Funktionalität, wie ein im gängigen Verfahren hergestelltes. Aus humanitärer Sicht kann ein 3D-Druckverfahren auf diese Weise die Gesundheitsversorgung in Gebieten auf der Welt unterstützen, die benachteiligt sind. Dies bietet den Menschen vor Ort eine erhebliche Hilfe und Unterstützung. Sie können von einer medizinischen Versorgung profitieren, die ihnen schon aus Kostengründen unter den bisherigen Verhältnissen nicht möglich war.

Mit der Milchpumpe, die im Trinity College in Dublin im Rahmen des Projekts Med3DP entwickelt wurde, werden Mütter unterstützt, die aufgrund der eigenen Unterernährung Schwierigkeiten haben, ihr Kind zu stillen. Dies kann unzählige Kinder retten, die andernfalls keine Muttermilch erhalten könnten. Die Pumpe ist dreiteilig und besteht aus einer Fußpumpe, einem Ventil und einem gedruckten Brustschutz. Der Schutz ist komfortabel und passend konzipiert. Weiterhin ist der Brustschutz abwaschbar. Dies erleichtert die Hygiene. Durch die Brustschutzöffnung kann die Milch abgepumpt werden. Interessant ist der Kostenpunkt der Pumpe, der nur ein Drittel einer günstigen handelsüblichen Milchpumpe beträgt. Dabei sind die Nutzung und die Verwendung der Pumpe sehr einfach und unkompliziert. Ohne große Erklärungen kann die Pumpe vollkommen intuitiv genutzt werden. Mit einer leeren Wasserflasche wird die gezapfte Milch aufgefangen und kann sehr leicht gefüttert werden.

Weitere Hilfe für Entwicklungsländer mit innovativer Technik

Hilfe zur Selbsthilfe ist ein Anfang. So gibt es viele Bestrebungen, das 3D-Verfahren auch in Afrika derart zu verbreiten, dass die Drucker dort hergestellt werden können, um Produkte, die benötigt werden, günstig herstellen zu können. Dadurch können heute schon Prothesen hergestellt werden, die den Menschen eine große Alltagserleichterung bieten. Schnell und effizient werden die Prothesen einfach anhand der vorhandenen Daten gedruckt und sind schnell verfügbar und einsatzbereit. Dabei ist das Endprodukt wesentlich kostengünstiger, sodass die Menschen in benachteiligten Ländern erheblich von diesem technischen Fortschritt profitieren.